Stanzertal ist Pionier bei Qualifizierung Ehrenamtlicher

  • Foto: Paul SchranzDie Kursteilnehmer wurden im Rahmen der Ausbildung seit September vergangenen Jahres über rechtliche Bestimmungen des Ehrenamtes informiert, lernten einfache Handgriffe in der Pflege sowie Krankheitsbilder kennen, wurden in Zeitmanagement, Kommunikation und Spiritualität unterrichtet und reflektierten über ihre eigene Person. "Mit dieser speziellen Qualifizierung ist der Einsatz in Pflegeeinrichtungen, in Altersheimen und bei unseren Themennachmittagen im Rahmen des Vereins SOVISTA noch professioneller möglich", sagte die Geschäftsführer des Gesundheits- und Sozialsprengels Stanzertal und Leiterin des Altenwohnheimes Flirsch, Kathrin Hörschläger, bei der Feier in Flirsch. Die Sprengelmitarbeiterin Doris Juen und Erna Venier haben die Ausbildung koordiniert und begleitet. SOVISTA-Obfrau Maria Kössler aus St. Anton dankte den Kursteilnehmern, die sie über die Maßen für die Allgemeinheit einbringen. Das Ehrenamt sei Rückgrat unserer Gesellschaft, so Kössler. Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg gratulierte dem Verein SOVISTA, den Organisatoren und Kursteilnehmern, die "etwas Einzigartiges" auf die Beine gestellt hätten. Tirol sei in der glücklichen Lage, dass sich jeder zweite Bürger ehrenamtlich betätige und gemeinsam mit den professionellen Einrichtungen eine optimale Betreuung Kranker und alter Menschen gewährleistet sei. 80% der landesweit 30.000 Pflegebedürftigen würden durch Angehörige betreut, das Modell der qualifizierten Ausbildung Ehrenamtlicher im Stanzertal sei ein Vorzeigemodell für ganz Tirol, so Tilg. Die Kurskosten wurde zu 60% durch Regionalmittel und zu 40% von den Stanzertaler Gemeinden aufgebracht.